Erfolg durch Bildung und Arbeit in Europa

Ein von der FOSBOS Schwandorf koordiniertes Schulpartnerschaftsprojekt nimmt Fahrt auf

 

Im Rahmen der EU-Initiative „Erasmus+“ wurde an der FOSBOS erneut ein internationales Projekt gestartet. Schulleiter Dr. Völkl konnte Delegationen von Schülern und Lehrern der Partnerschulen aus Kroatien, Portugal, Spanien und der Türkei zu einer Projektwoche an der Schule begrüßen. Zusammen mit Schwandorfer Schülern diskutierten sie das Thema “Train, Work and Succeed in Europe“: Wie können Schüler sich beruflich erfolgreich in Europa verwirklichen? Welche Vorstellungen und Erwartungen haben Schüler und Arbeitgeber an ihr künftiges Arbeitsumfeld? Wie können Schulen, Lehrer und Job-Vermittler dazu beitragen, aus einem Berufswunsch eine erfolgreiche Karriere zu entwickeln? Und: Welche Rolle spielen dabei Kompetenzen wie Fremdsprachen und digitale Bildung?

Solche Fragen sollen im Verlauf des zweijährigen Projektes beantwortet werden. Großes Ziel ist die Schaffung eines digitalen „Career Guide“, der jungen Leuten Karrierechancen nicht nur im Heimatland, sondern in ganz Europa eröffnen kann. Ganz im Sinne des Erasmus-Leitsatzes „Bildung und Kultur“ finden während der einwöchigen Meetings bei den Partnerschulen auch vielfältige Begegnungen mit Experten statt. Das von den Lehrkräften Walter Pirzer und Elisabeth Gmach in Schwandorf organisierte Treffen machte dabei den Anfang. Die Gruppe wurde von Herrn Oberbürgermeister Andreas Feller empfangen. Weiterhin wurde mit einer Vertreterin der Agentur für Arbeit, Frau Kunkel, die Rolle der Berufsberatung diskutiert. Dr. Josef Most, Leiter des Beruflichen Schulzentrums Schwandorf I, stellte die Vorteile des Systems der dualen Berufsausbildung vor. Ein Besuch im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen ermöglichte einen Rückblick auf Arbeitsstrukturen in der Vergangenheit, während der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf – ZMS Einblicke in die innovative Arbeit der Zukunft bot. Abgerundet wurde das Treffen durch gemeinsame Kultur-Veranstaltungen, um die Erfahrungen um regionale Sehenswürdigkeiten zu erweitern. Diese wurden von den Gästen auch fleißig im Internet gepostet, so dass der Landkreis Schwandorf in Europa wieder ein Stück bekannter geworden sein dürfte.

 

Schwandorf an internationaler Lehrplanarbeit beteiligt mit dem Erasmus + Projekt

„Improving students’ and teachers’ skills in home automation“

 

Nachdem sich die FOSBOS Schwandorf schon lange an internationalen Projekten auf europäischer Ebene beteiligt, konnte sie sich im Schuljahr 2016/17 erfolgreich um die Teilnahme an sogar zwei Erasmus+-Programmen bewerben. Bei Erasmus+ handelt es sich um ein Konzept, das die Förderung der EU-Zusammenarbeit  innerhalb allgemeiner und beruflicher Bildung gewährleistet.

Die Auftaktveranstaltung zu einem dieser Projekte fand Ende November 2016 in Constanta, Rumänien statt. Das Ziel dieser Arbeitstreffen ist es, auf europäischer Ebene Standards bezüglich Automatisierungstechnik auszutauschen und auf dieser Grundlage innerhalb von zwei Jahren einen Lehrplan zu diesem Thema zu entwickeln. Neben der FOSBOS Schwandorf und dem Liceul Tehnologic de Electrotehnica si Telecomunicatii aus Constanta sind auch Schulen aus Rom, Madrid und Porto beteiligt.

Bei dem ersten Treffen stand neben dem Kennenlernen der Projektteilnehmer und der Festlegung der detaillierten Langzeitplanung des Programms auch die Präsentation bisheriger Erfahrungen der einzelnen Schulen auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik auf der Agenda. Anfang Februar 2017 fand dann das zweite Treffen in Madrid und Ende April in Rom statt. Dabei wurden die verschiedenen Lehrplanentwürfe der einzelnen Teilnehmer vorgestellt und diskutiert.

Im Herbst 2017 dürfen wir dann die Teilnehmer in Schwandorf willkommen heißen. Nach der Begrüßung durch Herrn OStD Bormann und einem standesgemäß-bayerischen Weißwurstfrühstück erarbeiteten die Teilnehmer mehrere Tage lang weitere Lehrplaninhalte. Zudem wurden Standards zur technischen Ausstattung für den Unterricht im Bereich der Automatisierungstechnik getroffen. Dazu wurde ein Ausstattungskatalog entwickelt. Neue Eindrücke konnten die Besucher auch bei der Führung durch den mit modernster Technik ausgestattetem Werk des Zweckverband Müllverwertung Schwandorf sammeln, bevor ihr Aufenthalt kulturell und kulinarisch mit einer Schifffahrt zur Walhalla bei Regensburg sowie einem Besuch des Hofbräu Hauses in der Welterbestadt am letzten Abend abgerundet wurde.

Ende Februar wurden die in der Zwischenzeit entstandenen weiteren Ergebnisse in Portugal präsentiert und weiter ausgebaut. Das dreitägige Treffen wurde von einem Besuch der Portweinkeller in Porto abgerundet.

Im Juli kehrte das Projekt nun wieder an seinen Ausgangspunkt zurück. In Constanta, Rumänien, wo auch das Initialtreffen stattfand, wurden die gesammelten Ergebnisse für einen Lehrplan bezüglich Hausautomatisierungstechnik abschließend präsentiert und die zweijährige Zusammenarbeit fand so zu einem gelungenen Ende.

 

Julia Fath und Roman Hartl